Schrecken ist mit dem Abspann nicht vorbei
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Woche der Brüderlichkeit: Koki zeigt den Film über den Widerstandskämpfer und Hitler-Attentäter Georg Elser
Pforzheim. Dem Geräusch des zuschnappenden Schlosses für den Keller-Verschlag, in dem das Fahrrad bis zum nächsten Einsatz verschwindet, haftet etwas Erschreckendes an. Ein alltägliches Geräusch, das auf einmal Unbehagen auslöst. Und das in Zeiten eines seit 72 Jahren andauernden Friedens. Es ist schwer, nach diesem Leinwand-Erlebnis in die Realität zurückzufinden. Vielleicht ist er deshalb sehenswert, der Film „Elser“, der in der Woche der Brüderlichkeit am Mittwoch im Kommunalen Kino Pforzheim gezeigt wurde. Untertitel: „Er hätte die Welt verändert“. Es fehlen nur 13 Minuten dafür.
Lauter Konjunktive fallen einem ein: Wäre kein Nebel gewesen, hätte Adolf Hitler nicht den Zug nehmen müssen. Dann wiederum hätte er die Versammlung anlässlich des Jahrestags seines Putschversuches am 8. November 1939 nicht früher verlassen müssen. Und mit ihm die Führungsriege, denn der zielstrebige Georg Elser (gespielt von Christian Friedel) hatte alle „Oberen“ des Nazi-Regimes im Visier. Den Tod Unschuldiger billigend, um „noch größeres Blutvergießen zu verhindern“, wie er später aussagt.
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