„Schragahäusle“ bald Vergangenheit

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Fachwerkhäuschen aus dem 18.Jahrhundert weicht für neuen Platz – Ziegel werden weiterverwendet

Mühlacker. Das Fachwerkhäuschen vor der Dürrmenzer Andreaskirche, das nach einer Einschätzung des Stadtarchivs aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt und früher als Unterstellplatz unter anderem für den Leichenwagen diente, bevor es eine Umspannstation der Stadtwerke beherbergte, ist bald Vergangenheit. Ehrenamtliche Helfer der evangelischen Kirchengemeinde Dürrmenz haben damit begonnen, die Dachziegel, sogenannte Biberschwänze, abzudecken. Sie werden künftig auf einem kirchlichen Geräteschuppen, der in der Nähe des evangelischen Kindergartens steht, als Wetterschutz dienen.

Wird vor dem Abbruch abgedeckt: das „Schragahäusle“ vor der Andreaskirche.

Wird vor dem Abbruch abgedeckt: das „Schragahäusle“ vor der Andreaskirche. Foto: Franz

„Die Idee, die Ziegel für unseren Geräteschuppen zu verwenden, kam von Wolfgang Rieger“, sagt Günter Straub, der in der Andreas-Gemeinde Umweltbeauftragter ist. Er selbst findet es schade, dass ein Gebäude, das ortsbildprägend für Dürrmenz ist, der Spitzhacke zum Opfer fallen muss. Innerhalb der Kirchengemeinde gebe es jedoch unterschiedliche Meinungen zum Abriss des Fachwerkgebäudes, das im Volksmund als „Schragahäusle“ bezeichnet wird. Warum, fragt sich der eine oder andere Dürrmenzer, muss das schmucke Fachwerkhäuschen weichen?

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