Schöner schlendern in Pforzheim

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Die Teilnehmer am Stadtspaziergang wünschen sich eine bewegte neue Fußgängerzone und äußern konkrete Wünsche

Pforzheim. Flanieren kann man bereits in der Pforzheimer Fußgängerzone. Sogar in einer größeren Gruppe – wie man am Mittwochabend sieht. Doch das Schlendern in Pforzheims Stadtmitte soll noch schöner werden, deshalb ist eben jene Gruppe von etwa 40 Menschen am Eingang zum Neuen Rathaus auf Einladung der Pforzheimer Bündniskoordinatorin Carola Pigisch (Pforzheimer Bündnis für Familien) zusammengekommen. Geplant ist ein Spaziergang gemeinsam mit „Familien-Mitgliedern“ sowie mit Jugendgemeinderäten durch die Fußgängerzone – bedeutet: ab „Dean&David“ bis hoch zum „Dicken“, der Skulptur am anderen Ende mit Ausgang zum Leopoldplatz.

Schöner schlendern in Pforzheim

Was der Dicke sich schon alles hat anhören müssen: Der Stadtspaziergang mit Reinhard Maier (re.) endet kurz vor dem Leopoldplatz. Foto: Roth

Eine Ahnung davon, wie die neue Fußgängerzone aussehen könnte, und zwar schon bis Ende 2018, vermittelt Reinhard Maier vom Amt für Stadtplanung, der dazu etwas Zusammengerolltes unter dem Arm mit sich trägt und begleitet wird von Sozialbürgermeisterin Monika Müller und der neuen Inklusionsbeauftragten Birgit Kühner-Hornyai. Er sagt gleich zu Beginn, dass die Bäume alle erhalten werden sollen. Eine Verpflanzung kommt nicht infrage, da es unter der Erde ziemlich voll ist, sprich: Kabel und Leitungen verlegt sind. Aber die Fußgängerzone soll besser geordnet werden, auf einer einheitlichen Pflasterung bis an die Eingangstüren der Geschäfte. Das wird die neue Inklusionsbeauftragte freuen: Die noch bestehenden Stufen kommen weg, die mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen schwer zu befahrenden groben Pflasterstein-Pfade ebenso. Die Gliederung soll dann genügend Raum für eine Gehzone an den Geschäften entlang lassen. Der Rest teilt sich auf in eine „Nutzzone“ mit Fahrradständern, eventuell auch mobilen Sitzmöglichkeiten, und eine bewegte Zone mit Platz für Fußgänger und Radfahrer. Beleuchtet von möglichst einheitlichen Leuchtstelen. Drei Millionen Euro wird die Umgestaltung insgesamt kosten, ein „sportlicher“ Zeitplan steht der Stadt laut Reinhard Maier bevor, denn die Bundesmittel fließen nur, wenn das beantragte Projekt zügig angegangen wird, mit einer Ausschreibung der Arbeiten im Herbst. Wenn das gelingt, muss die Stadt noch 300000 Euro selbst stemmen. Es sind „keine neuen Maßnahmen“, wie der Stadtplaner betont. Klagen über manches Erscheinungsbild kommen freilich auch unterwegs, prallen aber an den privaten Fassaden ab. Eines ist indes sicher: Im Sinne einer einheitlichen Regelung muss mit dem Eiscafé-Betreiber über ein Entfernen des Sonnendachs in die Fußgängerzone hinein geredet werden.

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