Schöne Dinge im Klosterhof

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Lebendiges Kunst-Handwerk in Maulbronn zieht über Ostern die Massen an

Maulbronn. „Die Aussteller sind zufrieden, die Besucher sind es auch.“ Karin Etzold bringt es bereits zur „Halbzeit“ des österlichen Marktes „Lebendiges Kunsthand-Werk“ in den alt-ehrwürdigen Klostermauern Maulbronns auf den Punkt. Bereits am zweiten Tag von Dreien zeigt sich, dass die 39. Veranstaltung dieser Art, die die Organisatorin auch gern als „Festival der Ideen und Talente“ anpreist, erneut ein Magnet ist. Das gilt auch für die Aussteller-Seite: Sie folgen gerne dem guten Ruf, den der österliche Markt über die Landesgrenzen hinaus genießt. Dafür muss ihre Bewerbung allerdings erfolgreich sein. Denn jährlich wollen mehrere Hundert dabei sein.

Die Qual der Wahl zwischen vielen handwerklich hochwertigen schönen Dingen hatten die Besucher des „Lebendigen Kunst-Handwerk“-Marktes an Ostern im Kloster Maulbronn.

Die Qual der Wahl zwischen vielen handwerklich hochwertigen schönen Dingen hatten die Besucher des „Lebendigen Kunst-Handwerk“-Marktes an Ostern im Kloster Maulbronn. Foto: Roth

Angefangen hat das „Lebendige Kunst-Handwerk“ 1975 auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Diefenbach und auch jetzt wächst das Interesse noch jedes Jahr. Mit 120 Ausstellern waren es nun „so viele wie noch nie“. Rosemarie Bee aus Stegen ist das dritte Mal mit ihren „Gedanken in Ton“ dabei. Mit ihren märchenhaften und feengleichen Arbeiten erregt sie nahe des Osterbrunnens viel Aufmerksamkeit. Zum ersten Mal den Sprung in den Klosterhof geschafft hat Dieter Feige aus Durchhausen. „Der Markt hat einen sehr guten Ruf“, sagt er. Und er biete ja auch nicht „irgendwas“ an, sagt der Mann, der sich nahe des Eingangs mit seinen blechernen Riesenspinnen, Ameisen, Eulen und Adlern postiert hat. „Sie werden es nicht glauben: 90 Prozent der Spinnen werden von Frauen gekauft“, sagt er und lacht. Zum Lachen gibt es bei einem alten Bekannten, dem „Besen Paule“ aus Waldachtal-Lützenhardt, auch jede Menge: Er führt nicht nur die mühsame Arbeit des Bürstenbindens vor, sondern hat neben seinem Bürstenhund Motte auch jede Menge markige Sprüche mitgebracht. In dem Trubel, der nachmittags noch zunimmt, fallen zwei Personen auf: Wencke und Alexander Schmid aus Birkenfeld haben sich als Waldfeen-Paar herausgeputzt, in Anlehnung an Shakespeares „Sommernachtstraum“ – „wenn wir für jedes Foto Geld nehmen würden, wären wir schon Millionäre“, sagt Wencke Schmid und lacht.

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