„Schmuckstück muss erhalten bleiben“

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Mühlacker. Seemann ist aber auch Realist und weiß, wie weit der Weg ist, um diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Triebfeder seiner Gedankenspiele ist dabei die Befürchtung, dass ein Investor das Haus erwirbt, entkernt und mit Eigentumswohnungen vermarktet. „Dann ist der Charakter des Hauses mit seinem besonderen bauhistorischen Reiz zerstört“, befürchtet Seemann.

Das Kernerhaus an der Enz in Dürrmenz steht zum Verkauf. Der Charakter des 400 Jahre alten Hauses soll möglichst bewahrt werden.Foto: Goertz

Das Kernerhaus an der Enz in Dürrmenz steht zum Verkauf. Der Charakter des 400 Jahre alten Hauses soll möglichst bewahrt werden.Foto: Goertz

Allerdings hat die Stadt durchaus ein Mitspracherecht, wie Gottfried Kautter vom Gebäude- und Grundstücksmanagement betont: „Das Kernerhaus liegt im Sanierungsgebiet, deshalb ist ein Verkauf genehmigungspflichtig und alle geplanten Umbauten werden baurechtlich geprüft.“ Dass die Stadt selbst das Gebäude aus dem Jahr 1612 kauft und umbaut, sei ausgeschlossen, sagt Kautter: „Dafür haben wir kein Geld.“ Auf finanzielle Zuwendungen aus dem Sanierungstopf dürfte der neue Investor auch nicht unbedingt hoffen. „Es sind keine Mittel mehr für private Sanierungen frei. Das restliche Geld fließt in die Sanierung des Kanne-Schuler-Areals.“

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