Schere soll sich wieder schließen
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IG Metall erneuert bei Fachkonferenz in Pforzheim ihre Forderungen an die Politik
Enzkreis. Mit seiner Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit stellt sich das IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban thematisch gesehen an die Seite des SPD-Kanzlerkandidaten Schulz. Der in der Gewerkschaftsführung für Sozialpolitik zuständige Urban sprach in Pforzheim vor rund 150 Gästen einer Fachkonferenz der Metallgewerkschaft.
Vorstandsmitglied und Gastredner Hans-Jürgen Urban (li.) mit der Ersten Bevollmächtigten der IG Metall, Liane Papaioannou, und ihrem Vorgänger Martin Kunzmann. Foto: Peche
„Trotz guter Konjunktur und einer günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt klafft eine Gerechtigkeitslücke, und die soziale Unsicherheit wächst“, so der Metaller. Das Gespür für soziale Gerechtigkeit sei in Teilen der Politik und bei den Arbeitgeber-Lobbyisten abhanden gekommen, wenn sie die Verhältnisse schönredeten, kritisierte der Gewerkschafter. Er argumentierte mit der Schere zwischen niedrigen und hohen Einkommen beziehungsweise Vermögen, die sich in den beiden vergangenen Jahrzehnten weiter geöffnet habe. Das Armutsrisiko für viele Gruppen wie Arbeitslose, Alleinerziehende, Frauen und Rentner sei angestiegen, und die soziale Schieflage bei der Finanzierung der Sozialsysteme sei nicht zu übersehen.
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