„Sanierungen sind ein voller Erfolg“
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In Illingen sind 30 Gebäude modernisiert und umgebaut worden – Programm läuft aus
Illingen. Ende des Jahres läuft nach zehn Jahren das Sanierungsgebiet Paulinenstraße in Illingen aus. Konrad Weber von der Kommunalentwicklung GmbH, der das Verfahren von Anfang an betreut hat, zieht ein Fazit: „Das Sanierungsgebiet war ein voller Erfolg. Hier sind zahlreiche Projekte realisiert worden.“ Dazu zähle nicht nur der Umbau von Gebäuden mit hinterliegenden Scheunen an der Mühlacker Straße, wo insgesamt 16 Wohnungen entstanden seien. Auch der Umbau des altersschwachen Ensembles am Anfang der Gündelbacher Straße, in dem zuletzt das Jugendhaus untergebracht war, zu einem Wohn- und Geschäftshaus samt Café Kommod habe den früheren städtebaulichen Schandfleck mit Hilfe des Sanierungsprogramms in ein Vorzeigeobjekt verwandelt. Auch der Ausbau der Ölmühle, aufwändige Modernisierungen an der Paulinenstraße sowie die Sanierung mehrerer Objekte im alten Ortskern seien im Rahmen des Sanierungsprogramms in Angriff genommen worden.
Liebevoll saniert: das Gebäude Kirchstraße 22 im alten Ortskern von Illingen. Foto: Goertz
Dafür, dass Objekte im alten Ortskern, an der Mühlacker Straße und an der Seestraße als Trabanten in das Sanierungsgebiet aufgenommen werden konnten, haben Weber und die Gemeinde lange gekämpft. Schließlich hat es zuvor auch ein Sanierungsgebiet „Alter Ortskern“ gegeben. „Zum Glück konnten wir das Regierungspräsidium davon überzeugen, dass diese Objekte auch noch in das Sanierungsgebiet Paulinenstraße mit aufgenommen werden, weil im Rahmen des Programms Alter Ortskern nicht alle Interessenten erreicht wurden und weitere Bereitschaft zu Sanierungen vorhanden war“, berichtet Weber. Was ihn besonders freut: Insgesamt 30 Gebäude sind saniert worden, und nur viermal musste der Abrissbagger anrücken. Das sei in der Vergangenheit oft anders gewesen. Da sei „Sanierung“ viel zu häufig gleichgesetzt worden mit „Abriss“. Weber findet: „Dadurch verändert sich die Identität der Orte.“ Dabei sei doch gerade Illingen vom Gebäudebestand her sehr attraktiv. Insofern sei es ein Erfolg, dass viele Ensembles durch Sanierung und Modernisierung erhalten werden konnten. „Ich freue mich immer wieder, wenn die alten Ackerbürgerhäuser samt landwirtschaftlichen Nebengebäuden nicht dem Erdboden gleichgemacht, sondern durch Modernisierungen neue Nutzungen möglich werden“, sagt Weber. Dadurch blieben die Grundzüge der Ortskerne erhalten.
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