Sammlung Heinrich wächst weiter

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Maulbronn (md/pm). Die Maulbronner Sammlung Heinrich entwickelt sich beständig weiter. Ein untrügliches Indiz dafür ist der Erwerb neuer Kunst durch Manfred und Jutta Heinrich im Wert von 97000 Euro. Außerdem spendete das Ehepaar kürzlich 28000 Euro, die in die Stiftung fließen, die Jutta und Manfred Heinrich in die Hände der Stadt Maulbronn gelegt haben. „Manfred Heinrich und seine Frau sind unermüdlich“, lobte Bürgermeister Andreas Felchle das Engagement des Paars, das der Stadt auf dem Maulbronner Schafhof ein Museumsgebäude samt einer hochkarätigen Gemälde- und Skulpturensammlung vermacht hat. Das Museum konzentriert sich auf einer Ausstellungsfläche von rund 800 Quadratmetern auf Berliner Malerei der Nachkriegszeit: genauer auf Werke, die ab Mitte der 1960er bis hin zu den 1980er Jahren entstanden. Kritischer Realismus, „Junge Wilde“ und Neoexpressionismus sind die Schwerpunkte der Schau. Dass die Werke, die die Heinrichs kaufen, häufig eine politische Aussage beinhalten oder kritisch zu gesellschaftlich relevanten Themen Stellung beziehen, zeigt auch der Preis, den die Künstlerin Heike Ruschmeyer kürzlich erhalten hat. Ihr ist in der Sammlung ein eigener Bereich gewidmet. Ruschmeyer wurde im vergangenen Dezember mit dem Hans und Lea Grundig Preis 2017 für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. „Die Berliner Malerin gibt seit Jahrzehnten schon Opfern von Gewalt, Missbrauch und mörderischem Rassismus durch ihre Kunst eine Stimme. Schon immer misstraute sie der scheinbar friedlichen Oberfläche bürgerlichen Daseins. Heike Ruschmeyer spürt Abgründe auf, zeigt das Unzeigbare. Und dies tut sie mit sehr viel Gefühl und Achtung für die Opfer“, heißt es auf der Internetseite des Museums.

www.kunstsammlung-heinrich.de

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