Sängerschicksal einmal anders
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Pforzheim (pm). Die Marionettenbühne Mottenkäfig zeigt am Freitag und Samstag, 29. und 30. Dezember, jeweils um 20 Uhr zum Jahresausklang das Stück „Orpheus in der Unterwelt“. Orpheus, der begnadete Sänger, kam nicht nur bei den Menschen gut an, sondern bewegte sogar Tiere, Bäume und Felsen. Als seine Gattin Eurydike, von einer Schlange gebissen, dem Totenreich anheimfällt, überwindet Orpheus die Schwelle zum Jenseits und holt sie zurück. Doch leider hat er sich auf dem Rückweg zu früh nach Eurydike umgeschaut, was er auf keinen Fall hätte dürfen. So lieferte das tragische Geschick des Sängers Stoff für das Musiktheater; mit ihm begann in Italien im 17. Jahrhundert die europäische Operntradition. In diesen Werken gab es kein Happy End. Das sollte anders werden, als Jacques Offenbach den Stoff in die Hand nahm und daraus eine Operette machte. Genauso eigenwillig bearbeitete Peter Hacks im 20. Jahrhundert den Mythos und machte daraus eine Travestie. In der Inszenierung des Mottenkäfigs sind ausgewählte Musiknummern von Offenbach zu hören, die live gesungen werden zu einer Einspielung einer siebenköpfigen Instrumentalgruppe.
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