Russische Klänge

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Sternenfels-Diefenbach (ram/vh). „Das Beste ist gerade gut genug“, sagte Musikdirektor Bruno Gießer bereits im Vorfeld im Gespräch mit unserer Zeitung über das schon traditionelle Karfreitagskonzert seines Musikvereins Freudenstein in Diefenbach. Alle Beteiligten arbeiteten monatelang sehr hart daran, den Besuchern ein schönes Konzerterlebnis zu bieten, und das schon seit rund zwei Jahrzehnten. „Damals habe ich das Konzert gegen Widerstände durchgesetzte“, erinnert sich der Dirigent. Inzwischen gehört es längst fest zum Jahresprogramm des Musikvereins Freudenstein – und nicht nur das, es sei auch das „absolute Highlight“, wie Gießer betont. Die Probenarbeit sei trotz der schwierigen Stücke „sehr, sehr gut“ verlaufen, schwärmt Gießer, der die Qualität des Orchesters hervorhebt. Gemeinsam haben die rund 65 Musiker für das Karfreitagskonzert in der Diefenbacher Gießbachhalle Stücke russischer Komponisten erarbeitet. Doch am Anfang stand mit Mozarts „Maurerischer Trauermusik“ ein Werk, das „dem Tag entspricht“, wie es Gießer einordnet. Allerdings hebt er auch hervor, dass sich die „russische Osterouvertüre“ von Nikolai Rimsky-Korsakov, die in einer neu bearbeiteten Fassung einstudiert worden war, auch wunderbar für den Karfreitag eigne. Zudem sei sie technisch sehr anspruchsvoll und erzeuge eine große Wirkung beim Publikum, da die Osterouvertüre sehr farbenreich sei. Als „sehr emotionsgeladen“ umschrieb der Musikdirektor die „Nacht auf dem kahlen Berg“ aus der Feder von Modest Mussorgsky, einem der bedeutendsten Komponisten der nationalrussischen Schule. Außerdem hatte Gießer „nach vielen Jahren mal wieder“ große Lust „Capriccio Italien“ von Pjotr Tschaikowsky zu dirigieren – entsprechend war das Stück ebenfalls Teil des traditionellen Karfreitagskonzerts. Übrigens: Mozart war keinesfalls der einzige nichtrussische Komponist im Programm. Um die Abwechslung zu erhöhen, wurde auch ein Telemann-Stück in den Konzertverlauf eingebunden. Dass das Konzert nicht nur für die Musiker seit Jahren dazugehört, sondern auch für die Besucher längst zum festen Bestandteil ihrer Ostertraditionen geworden ist, zeigt die große Resonanz mit rund 450 Zuhörern. Weiteres Indiz: Der Verein hatte auf seiner Webseite das Publikum dazu aufgerufen, sich wegen der hohen Nachfrage schon im Vorverkauf Karten zu sichern.

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