Rücklage schrumpft
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Enzkreis. Nach seit Jahren anhaltenden Fehlbeträgen im Klinikwesen droht dem Enzkreis in den nächsten Jahren, der Kliniken-Gesellschaft mit einer neuen Kapitalspritze finanziell unter die Arme greifen zu müssen. Laut dem jetzt im Wirtschaftsausschuss des Kreistags öffentlich gewordenen Lagebericht der GmbH zeichnet sich ab, dass das Eigenkapital unter die Stammkapitalsumme sinkt. In diesem Fall hat laut dem Vertrag mit der Ludwigsburger Kliniken-Holding, zu der die beiden Häuser in Mühlacker und Neuenbürg seit Anfang 2005 gehören, der Enzkreis „für einen entsprechenden Ausgleich zu sorgen“, wie die Kliniken-Geschäftsführer Andrea Grebe und Peter Steiner im Lagebericht in Erinnerung rufen.
Nach einem Minus von knapp 300000 Euro im Jahr 2008, 1,2 Millionen in 2009 und 1,7 Millionen im zurückliegenden Jahr ist die Kapitalrücklage auf rund sechs Millionen Euro geschrumpft, nachdem die jährlichen Fehlbeträge jeweils diesem Topf entnommen wurden. Jetzt wird für das laufende Jahr ein weiteres Defizit von 1,5 Millionen Euro prognostiziert, was die Rücklage voraussichtlich auf rund 4,5 Millionen schrumpfen lässt. Und wenn sich diese Entwicklung so fortsetze, könnte durch das auch 2012 zu befürchtende Defizit die Rücklage, wie von der Geschäftsführung angedeutet, auf weniger als das Stammkapital schrumpfen.
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