Routenplanung ist streng geheim

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Justizvollzugsanstalt Heimsheim organisiert die landesweiten Gefangenentransporte. Vier Busse verkehren nach einem ausgeklügelten Umlaufsystem. Termine und Strecken sind aus Sicherheitsgründen nur der Mannschaft bekannt.

Heimsheim. Auch Gefangene müssen transportiert werden; sei es, wenn sie in ein anderes Gefängnis verlegt werden, sei es, dass sie einen Gerichtstermin haben. Für diese Fälle kann die Justiz auf eine eigene Transportzentrale zurückgreifen, die es in jedem Bundesland gibt und deren Befugnis bis an die Landesgrenze reicht.

Routenplanung ist streng geheim

Wenig Komfort: Wie eng es in den Gefangenentransportbussen zugeht, zeigen Anstaltsleiter Frank Jansen und Olaf Beuttler (li.). Foto: Friedrich

In Baden-Württemberg ist es die Justizvollzugsanstalt Heimsheim, die landesweit für Gefangenentransporte verantwortlich ist. Hier findet sich die Zentrale mit insgesamt vier großen Bussen, die die 17 Justizvollzugsanstalten mit 18 Außenstellen in Baden-Württemberg bedienen. Jeden Tag mit Ausnahme der Wochenenden sind diese Fahrzeuge unterwegs; auf den Landstraßen und in den Innenstädten genauso wie auf Autobahnen. Es ist ein ausgeklügeltes Umlaufsystem. „Wie die Deutsche Bahn, nur unter anderen Vorzeichen“, beschreibt Frank Jansen, Leiter der Justizvollzugsanstalt in Heimsheim. Die Routen und die Fahrtzeiten sind hier nämlich streng geheim. Wo genau die Fahrzeuge rollen, wissen nur die Mitarbeiter. Selbst die Gefangenen, die transportiert werden, bekommen in der Regel erst kurzfristig Bescheid.

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