Rocker-Prozess mit Erinnerungslücken

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Pforzheim (weg). Bis in die Abendstunden hinein schleppte sich gestern der Prozess gegen zehn Mitglieder oder Unterstützer der „Hells Angels“ vor der Auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe, Außenstelle Pforzheim, dahin. Die Herren zwischen 23 und 47 Jahren, von denen einer „real pain“ auf acht Finger seiner Schlagfäuste tätowiert hat, können sich nicht dazu durchringen, ihre Tatbeiträge am Morgen des 27. November 2010 zu bekennen.

Vorgeworfen wird ihnen, wie bereits berichtet, eine Keilerei mit der Türstehervereinigung „United Tribuns“. Dabei kamen eine scharfe Waffe, Macheten, Baseballschläger, Messer, Rohre, Pfefferspray und Steine zum Einsatz. Die „Tribuns“ reagierten geschockt, wie Polizisten gestern als Zeugen aussagten. „Wie im Krieg“, sei es zugegangen, so die Tribuns den Beamten gegenüber. Mit Pfefferspray, „Behälter groß wie Feuerlöscher“, seien sie attackiert worden, ebenso war eine Waffe aus einem Meter Entfernung auf einen Tribun abgefeuert worden. Da dieser relativ unverletzt geblieben war, dürfte es sich um eine Gas-oder Schreckschusswaffe gehandelt haben. Zimperlich waren jedoch auch die Tribuns nicht gewesen. Einer der „Höllenengel“ hatte nach der Schlägerei blutüberströmt in einem Minicar gesessen. Ein weiterer bekam einen lebensgefährlichen Stich in den Bauch ab.

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