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Maulbronner Klosterkonzerte: Evangelische Seminarstiftung will auf Kritik reagieren
Maulbronn/Stuttgart. Ob sich der Konflikt um die Organisationsstruktur der Maulbronner Klosterkonzerte trotz der tiefen Gräben zwischen dem ehemaligen künstlerischen Leiter Professor Jürgen Budday und einem Teil des zurückgetretenen Vorstands des Vereins Klosterkonzerte Maulbronn auf der einen sowie der evangelischen Landeskirche in Württemberg auf der anderen Seite noch entschärfen lässt, steht in den Sternen. Fakt ist, dass die Verantwortlichen der evangelischen Seminarstiftung auf die harsche Kritik reagieren wollen, die am Montag in Maulbronn im Rahmen einer Pressekonferenz geäußert wurde.
Im Hintergrund des Konflikts in Maulbronn schwelt auch eine Auseinandersetzung um die Befugnisse des Kammerchors im Kompetenzbereich des Evangelischen Seminars. Foto: Fotomoment
„Der Tonfall macht deutlich, wie wenig sachlich die Diskussion von Jürgen Budday und dem Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle geführt wird“, kommentiert der Sprecher der evangelischen Landeskirche in Württemberg, Oliver Hoesch, die Anschuldigungen und Vorwürfe der Initiatoren der Pressekonferenz. Trotz aller Probleme will die Kirche ihren Beitrag zur Lösung des Konflikts leisten. „Uns liegt viel daran, die Klosterkonzerte weiterzuentwickeln, wir rufen alle Partner der Konzertreihe dazu auf, dabei mitzuwirken“, sagt Hoesch auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch mit den Sponsoren, die wegen des überraschenden Rücktritt Buddays und den Querelen um den neuen Verein äußerst irritiert sind, will die Landeskirche in Kontakt treten. „Wir werden mit den Sponsoren sprechen, auch vor dem Hintergrund, dass das, was auf der Pressekonferenz gesagt wurde, nicht unsere Sicht der Dinge ist“, kündigt Hoesch an. Manche Details, die von Felchle und Budday am Montag öffentlich gemacht wurden, will die Kirche nicht unwidersprochen lassen. So stimme es nicht, dass Oberkirchenrat Werner Baur Budday in einem persönlichen Gespräch gebeten habe, bis 2020 weiter als künstlerischer Leiter zur Verfügung zu stehen, macht Hoesch deutlich. Und dass die Stelle des Kulturmanagers auf zwei Jahre begrenzt sei, habe arbeitsrechtliche Gründe. „Wir dürfen die Stelle aus juristischen Gründen nicht auf drei oder fünf Jahre befristen“, so der Kirchensprecher. Im Übrigen werde in Absprache mit dem neuen künstlerischen Leiter Sebastian Eberhardt demnächst eine Konzertmanagerin angestellt.
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