Rettungswagen biegt wohl falsch ab
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Helfer halten Frist dennoch ein – Bei tragischem Vorfall hat Notarzt nur sieben Minuten gebraucht
Mühlacker-Enzberg/Enzkreis. Wenn Notarzt und Rettungsdienst mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind, ist jedem klar: Es zählt im Zweifelsfall jede Minute. Meistens kommen die Helfer rechtzeitig, aber nicht immer. Und manchmal verfahren sich die eiligen Retter auf der Anfahrt sogar erst mal.
Notarztfahrzeug im Einsatz. Archivfoto: Huber
Eben dies scheint am vergangenen Wochenende am Rande des Possehl Electronics Cups in Enzberg passiert zu sein. Damit den jungen Fußballern, die bei dem Turnier gegeneinander antraten, bei eventuellen Blessuren rasch geholfen werden konnte, seien Kräfte des DRK-Ortsverbands Mühlacker zum Sanitätsdienst eingeteilt gewesen, berichtet Roland Peyer, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Pforzheim-Enzkreis. Doch dann sei ein Fall eingetreten – wahrscheinlich eine Verletzung, aber Einzelheiten sind Peyer nicht bekannt –, der die Anforderung eines Rettungswagens erforderlich gemacht habe. Also machte sich ein Team vom Krankenhaus Mühlacker aus auf den Weg. Unterwegs geschah dann jedoch eine kleine Panne: Die Besatzung „ist wohl irgendwo falsch abgebogen“, bestätigt der Vize-Geschäftsführer entsprechende Gerüchte, die derzeit in Enzberg kursieren. Allerdings hätten die Fehlgeleiteten keinen großen Umweg gemacht, zumal sie sich über Funk von der Integrierten Leitstelle in Pforzheim, die die Bewegung eines jeden Einsatzfahrzeugs mitverfolgen kann, hätten dirigieren lassen. Das Team sei trotz geringer Verzögerung innerhalb der vorgegebenen Hilfsfrist von 15 Minuten vor Ort eingetroffen, so Roland Peyer. So etwas „sollte nicht passieren, ist aber auch nicht auszuschließen“.
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