Rettungsaktion für bedrohte Wildkräuter

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In jeder Enzkreisgemeinde soll ein Reservat entstehen – Landwirte sind aufgeschlossen

In allen Enzkreisgemeinden sollen Reservatsflächen für Ackerwildkräuter wie Mohn, Kamille oder Kornblumen entstehen. Viele Landwirte zeigen sich dem Projekt gegenüber aufgeschlossen – obwohl es auch Zielkonflikte geben kann.

Naturschützer, Landwirte und Verwaltungsexperten wollen gemeinsam bedrohte Ackerwildkräuter retten. Foto: Goertz

Naturschützer, Landwirte und Verwaltungsexperten wollen gemeinsam bedrohte Ackerwildkräuter retten. Foto: Goertz

Enzkreis/Ötisheim. Wie Ökologe Wulf Kindermann gestern auf einer Infoveranstaltung in Ötisheim erklärt hat, gebe es etwa 270 bis 300 Arten Ackerwildkräuter. Davon stünden 30 Prozent auf der Roten Liste für gefährdete Arten. Allein 40 bedrohte Arten kämen im Enzkreis vor, einige Standorte seien sogar bundesweit einmalig. Obwohl in kaum einer anderen Artengruppe der Anteil bedrohter Spezies derart ausgeprägt sei, seien Ackerwildkräuter Stiefkinder des Naturschutzes, bedauert Kindermann. Das hänge wohl damit zusammen, dass Wildkräuter als „Unkraut“ negativ besetzt seien. „Dabei bereiten nur zehn Arten echte Probleme“, spricht Thomas Köberle vom BUND Mühlacker die Wildkräuter vom Unkraut-Vorwurf frei. Und wenn an sich unproblematische Arten auf einem Acker doch einmal Kulturpflanzen bedrohen sollten, gebe es zahlreiche Methoden, mit denen die Landwirte den wuchernden Gast in den Griff bekommen.

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