Rettungsaktion für Fische gestartet

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Technischer Defekt sorgt für eine ungeplante Trockenlegung des Kraftwerkskanals in Enzberg. Zeugen reagieren und verfrachten Hunderte Tiere in die Enz. Helfer des Angelsportvereins unterstützen einen vom Betreiber EnBW beauftragten Berufsfischer.

Mühlacker-Enzberg. Der Energieversorger EnBW investiert rund um sein Wasserkraftwerk in Enzberg kräftig in den Natur- und Tierschutz, baut unter anderem eine Umgehung für Fische, damit diese das Hindernis gefahrlos umschwimmen können. Doch bevor die Tiere von den Umbauten profitieren, saßen – oder besser: lagen – sie am Wochenende erst einmal auf dem Trockenen, was Zeugen zu einer spontanen Rettungsaktion veranlasste.

Rettungsaktion für Fische gestartet

Auf dem Trockenen: Die Situation am Wochenende am oberen Abschnitt des Kraftwerkskanals bei der Lederfabrik. Während etliche Fische verendeten (Bild rechts oben), wurden andere gerettet.

Von Hunderten Tieren, die japsend an der Oberfläche des abgesenkten Kanals trieben, berichten private Anlieger, die sich in der Lederfabrik eingemietet haben. Parallel zu einer Information an den Angelsportverein Enzberg ergriffen die Beobachter selbst die Initiative, holten Kescher und Wannen und brachten nach eigener Schätzung etwa 200 bis 300 Fische – zum größten Teil habe es sich um Döbel, Rotfedern und Barsche gehandelt – in die Enz. „Das Leiden konnten wir nicht ertragen“, schildert einer der Beteiligten die Lage. Viele Tiere seien zum Zeitpunkt der Rettungsaktion schon verendet gewesen.

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