Rettung des Tiefen Sees lässt auf sich warten

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In Maulbronn verschieben sich die Prioritäten

Maulbronn. Große Herausforderungen sorgen dafür, dass die Stadt Maulbronn derzeit ihre To-do-Liste überarbeitet. Bürgermeister Andreas Felchle hatte bereits bei seiner Vereidigung vor rund einer Woche angedeutet, dass mit einer möglichen Übernahme des MWK-Grundstücks eine Aufgabe auf die Stadt wartet, die es in sich hat. Sie wird nicht nur Personal im Rathaus binden, sondern auch viel Geld kosten. Er wisse noch gar nicht, wie das zu stemmen sei, so der Bürgermeister. Weitere große Baustellen, die in Maulbronn von der Kommunalverwaltung abgearbeitet werden müssen, sind der Ausbau der Schule am Silahopp zur Gemeinschaftsschule sowie die Breitbandverkabelung. Vor diesem Hintergrund machte der Rathauschef in der jüngsten Gemeinderatssitzung klar, dass die Rettung des Tiefen Sees nicht mehr ganz oben auf der Prioritätenliste rangiere. Das sei auch nicht schlimm, betonte Felchle. „Es gibt keinen Grund zur Hektik“, weil das beliebte Naturfreibad schließlich nur sehr langsam verlande. „Der Tiefe See funktioniert, wir haben beste Wasserqualität“, hob der Bürgermeister hervor. Das Thema bleibe dennoch auf der Agenda der Verwaltung. Gerade auch im Hinblick auf zwei konkrete Punkte: Zum einen muss die Heilbronner Straße, die an eine der Längsseiten des Sees angrenzt, gesichert werden. Der See droht die Straße im Uferbereich zu untergraben, deshalb hatten Experten vor einiger Zeit in diesem Bereich Sicherungsmaßnahmen empfohlen. Auch der Mönch, also die Ablassvorrichtung des Weihers, muss saniert werden. Immerhin konnte der Bürgermeister bezüglich des Tiefen Sees einen kleinen Fortschritt melden. Die Bodenproben, die dem Untergrund des Naturfreibads entnommen worden waren, haben ihren Weg ins Labor gefunden. „Die Sedimente werden inzwischen untersucht.“ Die Analyse soll Auskunft darüber geben, mit welchen Schadstoffen der Seegrund wo und wie stark belastet ist. Wenn das Naturfreibad einmal ausgebaggert werden sollte, dann sind die Ergebnisse der Analyse wichtig. Grund: Weniger stark belastetes Material kann kostengünstiger und einfacher entsorgt werden als stärker verunreinigtes.

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