Retter wappnen sich gegen Angriffe
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Kommunikation und Selbstverteidigung: DRK-Helfer werden in einem Wochenendkurs für Ausnahmesituationen geschult
Oft sind es Kleinigkeiten, mit denen man eine brenzlige Lage entschärfen kann – so lautet das Fazit einer zweitägigen Schulung des DRK. Das Rote Kreuz reagiert damit auf den bundesweiten Trend, wonach immer mehr Rettungskräfte bedroht und attackiert werden.
Selbstverteidigung für Rettungskräfte: DRK-Praxisanleiter Sven Thieme (Mitte) beobachtet, wie Alexander Deusch (li.) und Jeffrey Krug die gezeigten Abwehrtechniken trainieren. Foto: privat
Pforzheim/Bretten. Nachdem ein Kind an einem Zebrastreifen angefahren wird, gehen zwei Familienangehörige mit geballten Fäusten auf die Rettungskräfte zu. Die beiden Störer werden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Als sich die Lage wieder beruhigt, werden sie auf freien Fuß gesetzt. So geschehen vor wenigen Wochen in Nordrhein-Westfalen. An eine extrem gefährliche Situation kann sich Sven Thieme, Praxisanleiter beim Deutschen Roten Kreuz Pforzheim-Enzkreis, zwar nicht erinnern, trotzdem sagt er: „Die Gewalt an der Einsatzstelle hat ein bisschen angezogen.“ Dabei erleben Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes unterschiedliche Formen von Aggressivität: Manchen geht es nicht schnell genug, dann wird an den Jacken gezogen: „Mach schneller! Jetzt komm schon!“ Andere wollen keine Hilfe, dann wird auch schon mal geschubst – verbunden mit einem „Geh weg!“ oder „Hau ab!“. Auch wenn diese Situationen, gemessen an dem, was man von andernorts hört, noch harmlos erscheinen: Der Wunsch nach Handreichungen, wie man solche Situationen entschärfen kann, war und ist bei den Aktiven und Angestellten des Deutschen Roten Kreuzes groß.
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