Remchingen zeigt Flagge

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Gemeinde will nach dem Brand der geplanten Asylunterkunft ein Zeichen für Menschlichkeit setzen

Remchingen-Singen. Der Brand in der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Remchingen-Singen am vergangenen Wochenende hat ein deutschlandweites Medienecho hervorgerufen. Viele stellen sich die Frage: Steckt hinter der Tat, bei der die Polizei von einer gezielten Brandstiftung ausgeht, ein fremdenfeindlicher Hintergrund? Der Verdacht gehe „in eine bestimmte Richtung“, hatte Kriminaldirektor Thomas Rüttler vom 17-köpfigen Ermittlungsteam bei der am Wochenende kurzfristig einberufenen Pressekonferenz erklärt. Ob in der Tagesschau, im Spiegel oder in der Zeit – Remchingen ist in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt – und zwar nicht im positiven Sinne.

Von der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Remchingen bleibt nur eine Ruine zurück.

Von der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Remchingen bleibt nur eine Ruine zurück. Foto: Nill

Die Gemeindeverwaltung reagierte schnell mit einer Aktion namens „Remchingen zeigt Flagge“. In einer Mitteilung des Bürgermeisters Luca Wilhelm Prayon und des Gemeinderats gemeinsam mit dem Netzwerk Asyl heißt es: „Unsere Remchinger Geschichte ist eine Geschichte der Zuwanderung, der Integration und der Ausbildung einer selbstbewussten Bürgerschaft.“ Die Gemeinde stehe für Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Menschenwürde, Toleranz und Schutz der Schwächeren. Schon immer habe der Ort Gäste willkommen geheißen. „Daran wollen wir erinnern“. Gemeinsam mit der Bevölkerung sei deshalb am Sonntag, 26. Juli, um 19 Uhr an der Kulturhalle des Ortes eine Aktion geplant, um ein Zeichen für Menschlichkeit und Nächstenliebe setzen.“

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