Rektoren warnen vor massiven Ausfällen

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Gewerkschaft beklagt Mangel an Vertretungslehrern – Lücken können nicht geschlossen werden – Schwangerschaft als „Risikofaktor“?

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schlägt Alarm: In einer Mitteilung rufen die Kreisvorsitzenden Joachim Eichhorn und Dietrich Gerhards alle arbeitslosen Lehrkräfte mit zweitem Staatsexamen dazu auf, sich beim Regierungspräsidium um eine Stelle als Krankheitsstellvertreter zu bewerben.

Enzkreis (pm). „Es kann doch nicht sein, dass in den Schulen im Bereich des Staatlichen Schulamtes Pforzheim das totale Chaos droht“, warnt Dietrich Gerhards, Rektor der Grundschule Eisingen. „Wenn wir als Schulleiter kranke oder schwangere Lehrkräfte haben, kommt kein Ersatz.“ So habe er im Oktober insgesamt 36 Stunden Vertretung in Klassen übernommen, weil eine schwangere Kollegin kurzfristig ausgefallen sei. „Obwohl wir Ersatz angefordert haben und das Schulamt auch willens war, uns jemanden zu schicken, gibt es auf dem Arbeitsmarkt wohl keine Lehrkräfte mehr.“ Die Schulen seien zum Teil aufgefordert worden, sämtliche bekannten Namen von potenziellen Bewerbern für eine Krankheitsstellvertretung zu nennen, damit das Regierungspräsidium diese einstellen könne. Gerhards: „Müssen wir denn in unseren Schulen schwangere Kolleginnen bald als Risikofaktor sehen?“

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