Reichtum ist ungerecht verteilt
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Zum Bericht „Dax-Chefs kassieren 54-mal so viel wie ihre Angestellten“ vom 23. Juli und zu „Deutsche horten ihr Geld auf dem Girokonto“ vom 21. Juli: Dass die Topmanager meines Erachtens zu hohe Entlohnungen bekommen, ist nicht das eigentliche Problem. Das wahre Problem ist die Ausrichtung der Dax-Konzerne auf vierteljährliche Gewinnsteigerung, damit die Aktionäre höhere Dividenden bekommen und die Aktienkurse steigen. Erfüllt ein Manager die Erwartungen der Aktionäre an der Börse nicht, kann er sehr schnell entlassen werden. Aber die Gewinnsteigerung geht zulasten der abhängig Beschäftigten dieser Unternehmen. Wie oft konnte man lesen: Ein Unternehmen hat die Kosten gesenkt durch Entlassungen von Arbeitnehmer/innen, die Aktienkurse sind gestiegen.
Schon seit längerer Zeit wird der erwirtschafte Reichtum nicht mehr gerecht verteilt: Die Aktionäre bekommen mehr, die abhängig Beschäftigten weniger, bis hin zu immer mehr prekärer Beschäftigung in diesen Dax-Unternehmen. Kürzlich ging durch die Presse: Das Geldvermögen der Deutschen habe sich um 140 Milliarden Euro auf 5212 Milliarden Euro erhöht. Das Geldvermögen der Deutschen, also aller, da kann ich ja nur lachen.
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