„Region darf nicht abgehängt werden“
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Pforzheim/Enzkreis. Die Region Nordschwarzwald sei die einzige im Land, die bei der vorgesehenen baden-württembergischen Polizeistrukturreform leer ausgehen und kein Polizeipräsidium bekommen solle, bemängelte Oberbürgermeister Gert Hager gestern bei einer Pressekonferenz. Hier würden sogar Kräfte, von Teilen der Kripo bis zur Führungsebene, abgezogen. „Wir hätten einen Verlust von 110 bis 150 Planstellen“, so Hager. „Es kann nicht sein, dass die Region so behandelt und abgehängt wird“, so der Rathauschef. Dass er derselben Partei, der SPD, angehört wie Innenminister Reinhold Gall, „spielt keine Rolle“, so Hager, der verstimmt ist über die Vorgehensweise der Landesregierung. Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt (CDU) hakte scharf ein: „Mich stört der Stil. Das ist ein übelstes Beispiel einer Basta-Politik.“ Pforzheim sei eine der sichersten Großstädte des Landes, es gebe hier ein Haus des Jugendrechts und etliche polizeiliche Präventionsprojekte – all das werde dadurch, dass Pforzheim seine Polizeidirektion verlieren und kein Präsidium erhalten soll, infrage gestellt. Gewachsene Strukturen bei der Kooperation innerhalb der Region dürften nicht „kaputtgemacht“ werden, mahnte Heidt.
Ein Großaufgebot der Polizei suchte gestern am späten Nachmittag im Bereich der Enz nach einer Vermissten. (Foto: p)
Deshalb, so Gert Hager, „wollen wir ein Polizeipräsidium Nordschwarzwald“. Dort, mit Sitz in Pforzheim, könnten ungefähr 1000 Beamte arbeiten, zuständig für Pforzheim, den Enzkreis und die Landkreise Calw und Freudenstadt.
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