„Region braucht ein einheitliches Profil“

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WFG-Chef Steffen Schoch wünscht sich mehr Unterstützung

Enzkreis/Pforzheim. „Wir wollen der Region Nordschwarzwald ein Gesicht geben“, sagt Steffen Schoch, Leiter der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) und macht im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, dass es bis zum Wir-Gefühl aller Beteiligten in der Region ein weiter Weg ist. Vor etwas mehr als einem Jahr hat er sein Amt angetreten und als Vorschusslorbeeren seine erfolgreiche Arbeit in gleicher Position bei der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken mitgebracht. Dort gelang es Schoch mit „Region der Weltmarktführer“ eine Dachmarke zu kreieren, dessen Strahlkraft über die Grenzen des Landes hinausreicht. „Davon sind wir im Nordschwarzwald noch weit entfernt“, gesteht Schoch ein und bedauert, dass die WFG beispielsweise von der Stadt Pforzheim als Oberzentrum nicht immer die Unterstützung bekomme, die er sich wünsche. Auch die Stadt Calw fehle noch in der Runde der Gesellschafter. Kommunale Wirtschaftsförderung und Wirtschaftsförderung mit Blick auf die gesamte Region seien leider noch zwei Paar Schuhe. So präsentiere sich etwa die Stadt Pforzheim auf der Immobilienmesse Expo Real in München vom 6. bis 8. Oktober – im Gegensatz zur Stadt Mühlacker – nicht unter dem Dach der WFG, sondern versuche mit einem eigenen Messeauftritt sein Glück.

„Region braucht ein einheitliches Profil“

Schoch will aber dicke Bretter bohren und weist darauf hin, dass die Erfolge in Heilbronn-Franken auch nicht am ersten Tag vom Himmel gefallen sind. Er ist sich bewusst, dass der Chefsessel der WFG ein heißer Stuhl ist. Vor seinem Antritt gab es vier Geschäftsführer in vier Jahren. „Die Erfolge der Wirtschaftsförderung sind schwer messbar“, weiß Schoch. „Wir müssen uns die Akzeptanz in der Region erarbeiten.“ Von einer Dachmarke wie in Heilbronn-Franken sei der Nordschwarzwald noch weit entfernt. Das „Hidden Champions“-Thema sei laut Schoch zu „beliebig und wachsweich“. Den Einwand, der Nordschwarzwald sei als Region zu heterogen, um einheitlich aufzutreten, lässt er nicht gelten: „Von außen wird die Region viel einheitlicher wahrgenommen, als die Innensicht vermuten lässt.“

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