Region appelliert an Abgeordnete aus Nordbaden

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Enzkreis/Pforzheim (the). Der Eindruck, die Region habe sich mit der ersatzlosen Streichung der Polizeidirektion Pforzheim und der Verlagerung der Polizeizentrale nach Karlsruhe abgefunden, täuscht. Die Landräte und Pforzheims Oberbürgermeister haben noch einmal einen gemeinsamen Vorstoß gestartet, um die Regierungsparteien und die Landesregierung doch noch zum Einlenken zu bewegen.

In diesem Fall richtet sich der Appell, den die Landräte Röckinger (Enzkreis), Riegger (Calw) und Rückert (Freudenstadt) sowie Pforzheims OB Hager unterschrieben haben, nicht an das federführende SPD-Innenministerium, sondern an alle Landtagsabgeordneten der Regierungskoalition – also der Grünen und der SPD – aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe. Beklagt wird darin die Benachteiligung des Regierungsbezirks Karlsruhe und der Region Nordbaden. Für mehr als 2,7 Millionen Einwohner seien nur zwei Polizeipräsidien in Karlsruhe und Mannheim vorgesehen, während sich auf die übrigen Landesteile mit insgesamt acht Millionen Einwohner gleich zehn Präsidien verteilten. Von einer „offensichtlichen Fehlsteuerung“ ist die Rede und davon, dass der nordbadische Raum im landesweiten Vergleich „eindeutig im Hintertreffen“ wäre. Der konkrete Vorschlag: das geplante Präsidium Karlsruhe, das für fast 1,4 Millionen Menschen zuständig wäre, aufzuteilen in ein Präsidium Karlsruhe und ein Präsidium Pforzheim. „Ein Präsidium Nordschwarzwald passt von Größe und Mannschaftsstärke durchaus in die Ziele der Reform“, heißt es wörtlich im Schreiben.

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