Redner beschwören den Kampfgeist
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Pforzheim. Die CDU will sich mit der Polizeireform der grün-roten Landesregierung nicht abfinden. Vor allem die Tatsache, dass Pforzheim nicht Sitz eines der geplanten Polizeipräsidien werden soll, stößt bei den Christdemokraten auf massiven Widerstand. Am Samstag rief die CDU deshalb zu einem Aktionstag am Pforzheimer Leopoldplatz auf.
Die Redner beim Aktionstag, hier der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl, geben sich kämpferisch: Noch lebe die Hoffnung, dass Pforzheim Sitz eines Polizeipräsidiums werden könnte.
Rund 250 Gäste folgten bei teilweise peitschendem Regen den Ausführungen zahlreicher Redner. Der Pforzheimer CDU-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Gunther Krichbaum wittert hinter der Reform vor allem parteitaktische Gründe. Die zwölf Polizeipräsidien, welche die bisher 37 Polizeidirektionen ersetzen sollen, würden bevorzugt in Wahlkreisen der Roten und Grünen angesiedelt. „Das“, so Krichbaum, „ist klare Vorteilsnahme im Amt.“ Außerdem sieht er ebenso wie der innen- und polizeipolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Blenke, durch den Rückzug der Polizei aus der Fläche die Sicherheit Pforzheims infrage gestellt und bisher erfolgreich arbeitende Präventionsprojekte gefährdet.„Ich glaube nicht, dass die Reform so durchgeht“CDU-Abgeordnete Dr. Marianne EngeserÄhnlich argumentierte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl. Er halte die Reform für „ideologiegetrieben“ und erkenne darin den ersten Schritt zu einer umfassenden Verwaltungsreform mit der Abschaffung der Landkreise und Bildung von Regionalkreisen.
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