Rebhühner: Oehler enttäuscht

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Zählung statt Ansiedlung: Bürgermeister hat mehr erwartet

Wiernsheim/Enzkreis (ram/lh). Ursprünglich habe ihn der Landschaftserhaltungsverband um 3000 Euro für den Schutz von Rebhühnern gebeten, berichtete Wiernsheims Bürgermeister Karlheinz Oehler in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Er sei davon ausgegangen, dass es auch um die Wiederansiedlung des Tieres ginge. Schließlich seien Rebhühner sehr verbreitet gewesen auf Wiernsheimer Gemarkung. Nun habe er rund 6900 Euro berappen müssen, und das Geld fließe schwerpunktmäßig „in die flächendeckende Kartierung der Rebhuhnbestände im östlichen und südlichen Enzkreis“. Zudem seien Informationsveranstaltungen und Exkursionen zur Umweltbildung geplant. „Um zu erfahren, dass es in Wiernsheim keine Rebhühner mehr gibt, brauche ich keine Zählung“, echauffierte sich Oehler über die schriftliche Projektbeschreibung. Seine Zusage wolle er aber nicht zurückziehen. Er werde das Projekt mit Aufmerksamkeit verfolgen.

Ob es tatsächlich keine Rebhühner mehr gibt in Wiernsheim, das ist laut Thomas Köberle, Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Enzkreis, keineswegs geklärt. „Es gibt solche Orte, wo es unklar ist“, sagt er. „Dann gibt es andere, wo es definitiv keine Vorkommen mehr gibt – zum Beispiel Wimsheim.“ In Niefern, Friolzheim, Tiefenbronn, Sternenfels und Mühlacker seien dafür Bestände nachgewiesen. „Sie gehen aber zurück.“ Um die Kartierung durchzuführen, würden Ökologen zur richtigen Zeit – während der Balzzeit im März und April – gezielt in die Feldflur gehen, um Tiere aufzuspüren. „Dabei wird auch untersucht, wo Lebensräume geeignet sind.“ Denn letztendlich sei das Ziel, die lokalen Bestände zu stabilisieren und aufzubauen.

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