Raubzüge zum Scheitern verurteilt
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31-Jähriger muss sich wegen Überfällen auf Metzgerei und Getränkemarkt vor Gericht verantworten.
Enzkreis (weg). Besonders gute Nerven schien der junge Mann nicht zu haben, der am 7. Mai, gegen 15.30 Uhr, in einer Metzgerei im westlichen Enzkreis nicht Wurst und Fleisch, sondern Geld haben wollte. „Was hätten Sie gern?“, erkundigte sich die Inhaberin freundlich. „Geld!“, wiederholte der „Milchbart“, wie sie ihn bei sich nannte. „Ich brauche Geld!“ Die Hand, in der er das Küchenmesser seiner Oma hielt, zitterte. Die 57-jährige Ladeninhaberin rief nach ihrem Hund, einem Boxer, der sofort neben ihr stand. Dann packte sie den eher kleinen und schmächtigen Mann energisch am Arm und schüttelte ihn. Er sank zu Boden. „Sch ...!“, stöhnte er. „Jetzt kommt die Polizei!“ „Raus!“, befahl die Frau. „Verschwinde!“ Was er umgehend tat. Der Metzgermeister, der sich gefragt hatte, warum seine Frau so mit dem Hund herumschrie, verfolgte ihn noch, verlor ihn jedoch aus den Augen.
Am Montag musste sich der glücklose Räuber wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung und versuchter räuberischer Erpressung vor der Auswärtigen Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Peter Stier verantworten. Denn einen Tag später, etwa um dieselbe Tageszeit, hatte er sein Glück in einem Getränkemarkt im selben Ort noch einmal versucht. Diesmal hatte er kein Messer, sondern eine Tupper-Dose bei sich. Darin befanden sich Schrauben, Erbsen, ein Taschenrechner, ein Draht und anderer Krimskrams. Er fuhr seinen ansonsten leeren Einkaufswagen zur Kasse und versuchte der Kassiererin (37) etwas zu sagen. Die verstand den hektischen Menschen indes nicht. Er hatte einen Schal mehrfach ums Gesicht gewickelt. „Bombe“ immerhin verstand sie.
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