Raub wirft Fragen auf

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Angeklagter berichtet von „Selbstjustiz“

Mühlacker/Pforzheim (weg). Der erste Prozesstag wegen Raubes warf nach vielstündiger Verhandlung mit vielen Pausen mehr Fragen auf, als geklärt wurden. Verantworten muss sich wegen der Tat am 13. März ein 26 Jahre alter Mann ohne Beruf vor der Auswärtigen Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Peter Stier. Staatsanwältin Friederike Bauer wirft dem Angeklagten vor, er habe an jenem Abend gegen 23 Uhr beim Geschädigten, einem 52-Jährigen in Mühlacker geklingelt, den Älteren, der ihn nicht einlassen wollte, zur Seite geschubst und ihm 200 Euro sowie den Geldbeutel mit Ausweispapieren und Hausschlüssel entwendet.

Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Wie sich während der Verhandlung herausstellte, hatte das Opfer an jenem Abend die Tür geöffnet, den Angeklagten erkannt, der ihm angeblich zwei Wochen zuvor schon 20 Euro gestohlen hatte, und versucht, die Tür schnell wieder zu schließen. Da er aber durch einen Schlaganfall halbseitig gelähmt ist, war ihm das nicht möglich. Der junge Mann drang in die Wohnung ein, nahm von einem Tischchen zwei 100-Euro-Scheine, etwas Münzgeld und die Geldbörse mit dem Ausweis an sich und verschwand wieder.

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