Rathaussturm

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Pforzheim (ake). Grau dräut sich der Himmel über der Stadt zusammen. Vor den Toren des Rathauses lagert das Volk, die Tage der Bourgeoisie sind gezählt. „Der kann ganz schee romse“, versichert Raphael Romeiko, der die verteidigenden „Freiherren zu Gemmingen“ anführt, als er auf die kleine Kanone zeigt, die „Werner der Starke“ genannt wird. Ganz schön schwach sieht Werner der Starke jedoch aus, als die vom eigenen Vater befehligten Aufrührer um die Ecke biegen: Mario Romeiko und seine Recken haben die „Grausame Barbara“ dabei. OB Peter Boch, der sich beim närrischen Treiben als „Kapitän“ präsentierte, weiß beim Pforzheimer Rathaussturm schnell, wohin die Reise geht. Nachdem der gerade abgesetzte OB gut 20 Minuten lang das Martyrium einer Siegesrede über sich ergehen lassen muss, ist es ihm erlaubt, ein paar letzte Worte zu sagen. „Und das gestopfte Haushaltsloch“, visioniert er, „reimt sich dann noch auf Boch“. Ob das Wort „gestopfte“ zum Schluss noch gestrichen werden muss, wissen nur die Karnevalsgötter. Foto: Keiper

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