Rathaus-Entkernung macht Fortschritte
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Sanierung des historischen Dürrner Gebäudes liegt im Plan – Grundschule soll um zweigeschossigen Anbau erweitert werden
Ölbronn-Dürrn. Dürrner Themen bildeten einen Schwerpunkt der letzten Sitzung des Ölbronn-Dürrner Gemeinderates vor der Sommerpause. Gut im Plan ist man mit den ersten Schritten im Rahmen der Sanierung des historischen Dürrner Rathauses, wie Architekt und Planer Frank Morlock in seinem Baustandsbericht zeigte. Zu rund zwei Dritteln ist die Entkernung des Gebäudes durchgeführt, Decken, Bodenbeläge und Wände sind entfernt. In einem speziellen Verfahren wurde das Holz des Fachwerkes mit einem Trockeneisstrahl von seiner relativ dicken Farbschicht befreit. Dabei zeigte sich: 90 Prozent des verwendeten Holzes des Fachwerkrahmens bestehen aus Eiche, die auch gut die fast drei Jahrhunderte seit Bau des Hauses im Jahre 1744 überstanden hat. Die mehr als zehn Meter langen horizontalen Schwellenhölzer sind dagegen aus weniger widerstandsfähigem Nadelholz. Im Bereich der Schwellen ist auch ein größerer Schaden entdeckt worden. Ein langer Kiefernbalken war bei einer der beiden vorangegangenen Sanierungen (1965 erfolgte eine große, 1990 eine kleinere) mit anderem Holz verkleidet worden. In die Hohlraum zwischen den Hölzern drang Wasser ein, die Feuchtigkeit konnte schlecht trocknen, der Balken vermoderte teilweise.
Auch die Holzdecke und der Tragebalken im entkernten Arbeitszimmer von Bürgermeister Norbert Holme (2. v. li.) sind nicht mehr original aus dem Jahr 1744, sondern wurden bei der großen Renovierung 1965 ersetzt, wie Architekt Frank Morlock (li.) dem Gemeinderat erläutert. Foto: Schott
Als historisch weitgehend unverändert kann die vordere Fassade des Rathauses gelten. Die hintere Fassade, die Außenwände und die Decken wurden beim großen Umbau 1965 neu gestaltet. Lediglich im Erdgeschoss wurden in den Räumen des früheren Grundbuchamts und des Einwohnermeldeamtes ursprüngliche Holzdecken freigelegt, die noch aus dem Jahr 1744 stammen. Sie sollen im Zuge der Sanierung ergänzt und künftig wieder als historische Elemente zu sehen sein. In der Sitzung wurden Rückbau-, Beton- und Maurerarbeiten am historischen Rathaus im Volumen von 67000 Euro an eine Bauunternehmung aus Kieselbronn vergeben.
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