Räuber schweigt aus Angst vor Komplizen
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Brutaler Überfall auf Pforzheimer Schmuckfirma wird vor Gericht aufgearbeitet – Fahrer des Fluchtwagens tischt seine Version auf
Etwas mehr als acht Monate nach dem brutalen Überfall auf die Pforzheimer Schmuckfirma Dettinger wird jetzt einem der drei Räuber der Prozess gemacht. Er schweigt über seine Mittäter und behauptet, er sei durch unglückliche Umstände zum Räuber geworden.
Polizeifahndung nach Überfall auf Schmuckfirma bringt Räuber aus dem Konzept. Foto: Archiv
Pforzheim. Es geschah am helllichten Tag, am 30. August gegen 12.45 Uhr. Da erschienen drei Männer, maskiert mit Skimützen, in der Pforzheimer Schmuckfirma Dettinger in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße. Sie zwangen die acht Mitarbeiter mit vorgehaltener Schusswaffe, sich auf den Boden zu legen, fesselten sie und verlangten vom Inhaber des Geschäfts die Herausgabe des Tresorschlüssels. Als der Mann nicht rasch genug reagierte, zog ihm einer der ungebetenen Gäste den Waffengriff über den Hinterkopf. Auch sonst waren die drei Herren nicht zimperlich: es hagelte Schläge mit dem Schlagstock und Tritte ins Gesicht. Von einem Hieb mit dem Pistolenknauf trug ein Angestellter eine heftig blutende Platzwunde am Hinterkopf davon. Schließlich wurden, wie Staatsanwältin Friederike Bauer die Anklage zitierte, 16 Koffer und Säcke mit Schmuck und Juwelen in ein Fahrzeug der Deutschen Post verladen, womit die Räuber verschwanden. Der Wert der Beute: 1,3 Millionen Euro. Der Fluchtwagen stand später verlassen an der Glümerstraße. Aber er war nicht leer: Fast die gesamte Beute fand sich noch darin.
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