Räuber lädt Opfer in Dönerbude ein
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Zeugen wecken Zweifel an einer abgebrühten Masche – Angeklagter ist sich keiner Schuld bewusst
Pforzheim. „Gib mir bitte Dein Handy. Ich muss mit meiner Freundin telefonieren“ – der Ausleihtrick des 24-jährigen Angeklagten mit einer Kombination aus Hartnäckigkeit, einem anfangs harmlosen Eindruck und dem bedarfsweisen Hinweis auf Bewaffnung hat dreimal zum Erfolg geführt, und der Dieb steckte sich seine Beute frech ein. Doch handelte es überhaupt um einen Trick?
Zweifel an einer professionellen Abzocke weckte am zweiten Prozesstag vor der Großen Kammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim die Aussage des 19-Jährigen, dessen Handy der Angeklagte am 10. Januar 2018 nach einer Busfahrt geraubt hatte. So abgebrüht die Masche klingt, so unbedarft, nahezu dilettantisch war die Umsetzung durch den Täter. „Er hat schon im Bus immer wieder nach meinem Handy gefragt. Mein ,Nein‘ hat er ignoriert“, erklärte der Schüler. „Ich dachte mir deshalb, dass es wichtig sein muss, und habe ihm mein entsperrtes Handy gegeben.“
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