Rätselhafter Feuerschweif am Nachthimmel über der Region

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Spektakuläres Flugobjekt zieht die Blicke auf sich – Offenbar ist ein Raketenteil verglüht

Enzkreis. Erst gestern hätten Sternengucker ein seltenes Schauspiel am Abendhimmel verfolgen können. Doch leider, so der Ötisheimer Hobbyastronom Harry Fritsch, sei es für die Beobachtung des Asteroiden „2012 DA14“ viel zu bewölkt gewesen. In einer Entfernung von 28000 Kilometern, was gemessen an den Distanzen in unserem Planetensystem ein Klacks ist, raste der schwere Brocken an der Erde vorbei. Wäre es sternenklar gewesen, hätte sich Fritsch irgendwo im Schwarzwald auf einer Anhöhe zur Beobachtung postiert. Auch Wolfgang Schatz vom Astronomischen Arbeitskreis Pforzheim wollte mit Gleichgesinnten auf der Sternwarte Bieselsberg gegen 20.20 Uhr mit starken Feldstechern auf den Osthorizont starren. „Doch leider war wegen der schlechten Sicht nichts zu machen“, ärgert auch er sich über die verpasste Chance, mal wieder ein ganz aufsehenerregendes Objekt erspähen zu können.

Ein echter Hingucker: So wie zuletzt an Heiligabend 2011 über Deutschland fotografiert, verglühte am Mittwoch gegen 22.15 Uhr ein russisches Raketenteil in der Erdatmosphäre.

Ein echter Hingucker: So wie zuletzt an Heiligabend 2011 über Deutschland fotografiert, verglühte am Mittwoch gegen 22.15 Uhr ein russisches Raketenteil in der Erdatmosphäre.

Den Hobbyastronomen der Region ist jedoch nicht nur am gestrigen Freitag ein fliegender Leckerbissen durch die Lappen gegangen. Erst am Mittwoch war an Fritsch, Schatz und seinen Freunden vom Arbeitskreis ein rätselhaftes Objekt unbemerkt vorbeigesaust, das sich unter anderem am Maulbronner Nachthimmel gegen 22.15 Uhr sehr gut observieren ließ. Wie viele Beobachter das mystische Objekt bei klirrender Kälte zufällig am Himmel entdeckten, steht in den Sternen. Unsere Zeitung hatte das Glück, nach der Maulbronner Gemeinderatssitzung Zeuge des spannenden Vorgangs zu werden. Ähnlich einer Sternschnuppe zog das scheinbar nicht sehr weit entfernte Flugobjekt in gemächlichem Tempo über den Klosterhof lautlos in Richtung Mühlacker hinweg. Das Ding mit dem langen gelblich-weißen Feuerschweif war für den Autor dieser Zeilen ungefähr fünf Sekunden sichtbar.

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