Rätsel über Identität und Schicksal

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Pforzheim (pm). An diesem Mittwoch, 13. Juni, um 18.30 Uhr schließt das Kommunale Kino in Pforzheim seine Reihe „Filme ohne Verfallsdatum“ zum Leitthema „Verschobene Wahrnehmungen“ mit einem Werk von David Lynch ab. Der Film „Mulholland Drive“ ist zugleich ein düsteres Mystery-Verwirrspiel und die ganz persönliche Abrechnung des Regisseurs mit den Schattenseiten der Traumfabrik Hollywood.

Zum Inhalt: Nach einem Unfall sucht eine mysteriöse Schwarzhaarige (Laura Harring) benommen Unterschlupf in einem verlassenen Apartment, das am nächsten Tag von der jungen Schauspielerin Betty (Naomi Watts) bezogen wird. Die will eigentlich in Hollywood Karriere machen, erklärt sich aber bereit, der Schwarzhaarigen, die ihr Gedächtnis verloren hat, bei der Suche nach ihrer Identität zu helfen. Nach dem besinnlichen Roadmovie „Straight Story“ kehrt David Lynch mit diesem ursprünglich als Pilotfilm einer Serie geplanten Mysterienthriller auf den verlorenen Highway filmischer Albträume zurück. Der recht geradlinig erzählte Film im Stil von „Blue Velvet“ steckt voller düsterer Rätsel über Identität und Schicksal und ist doch auch eine bitterböse Satire über die Schattenseiten der Traumfabrik. Wie immer bei den „Filmen ohne Verfallsdatum“ gibt es eine fachkundige Einführung samt anschließendem Filmgespräch unter der Stehlampe.

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