Radschnellweg als Leuchtturmprojekt

Archiv

Thomas Messerschmidt aus Illingen plädiert für eine Trasse von Pforzheim bis Stuttgart – Infrastruktur hat noch viel Luft nach oben

Mindestens 7000 Kilometer fährt er im Jahr – mit dem Fahrrad. Bei Wind und Wetter. Thomas Messerschmidt aus Illingen weiß also, wovon er redet, dass beim Thema Radinfrastruktur in der Region noch viel Luft nach oben ist.

Radschnellweg als Leuchtturmprojekt

Mit seinem S-Pedelec fährt Thomas Messerschmidt jeden Tag nach Pforzheim. Er ist Mitglied der Radverkehrskommission des Enzkreises und wünscht sich eine bessere Infrastruktur. Foto: Goertz

Illingen. Seit fast 20 Jahren ist Thomas Messerschmidt Berufsschullehrer an der Heinrich-Wieland Schule in Pforzheim. Einfache Entfernung von Illingen: 21 Kilometer mit etwas mehr als 200 Höhenmetern. 35 bis 40 Minuten braucht Messerschmidt vom ersten Tritt in die Pedale, bis er sein Rad an der Schule abstellt. Nein, Messerschmidt ist kein zweiter Jan Ulrich oder Lance Armstrong, setzt auch nicht auf Doping, sondern auf elektrische Unterstützung seines S-Pedelecs, wobei „S“ für Speed steht und der Elektromotor ihn bis maximal 45 Stundenkilometer etwas anschiebt. So werden Durchschnittsgeschwindigkeiten möglich, die denen eines ambitionierten Radsportlers entsprechen. Aber Messerschmidt setzt nicht erst aufs Rad, seit E-Bikes ihren Siegeszug angetreten haben. „Ich bin eigentlich schon immer Rad gefahren“, sagt der 56-Jährige. Seine Motivation, auf so vielen Wegen wie möglich in die Pedale zu treten, sei eine Melange aus mehreren Zutaten. „In erster Linie möchte ich umweltfreundlich leben“, erklärt Messerschmidt, der zwar kein Parteibuch der Grünen hat, aber für die Grünen im Illinger Gemeinderat sitzt. Umweltfreundlichkeit sei für ihn nicht nur beim Bauen oder im Haushalt ein wichtiges Thema, sondern manifestiere sich auch bei der Fortbewegung. Insofern ist es auch kein Wunder, dass neben einem VW-Bus für größere Urlaubsreisen zum familiären Fuhrpark auch ein Renault Zoe, also ein Stromer, gehört. Der allerdings mehr geschont als gefahren wird. Denn Thomas Messerschmidt findet: „Radfahren macht den Kopf frei. Da ist dann schon viel Sauerstoff im Gehirn, wenn ich an der Schule ankomme.“ Ein weiterer Bike-Vorteil: „Radfahren macht Spaß – wobei der Spaßfaktor im Winter sicher ein anderer ist als im Sommer.“

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen