Quittung für „russisches Inkasso“
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Junges Quartett wegen räuberischer Erpressung zu Bewährungsstrafen verurteilt
Pforzheim (weg). Eine Art „russisches Inkasso“, wie es Verteidiger Uwe Oehler ausdrückte, hatten drei junge Männer und eine Frau am 20. November ausgeübt. Das brachte ihnen vom Jugendschöffengericht in Pforzheim unter dem Vorsitz von Miriam Streicher Bewährungsstrafen zwischen 16 und sechs Monaten ein. Wobei der jüngste Täter zunächst in einer viermonatigen Vorbewährung zeigen muss, dass er tatsächlich eine Bewährung verdient – im Gegensatz zu den Mitangeklagten.
Passiert war an jenem Abend Folgendes: Judith (23) hatte ihren Freunden René (25) sowie Norbert und Sebastian (beide 17, alle Namen geändert), erzählt, dass ihr und zwei weiteren Freundinnen ein Mann Geld für irgendwelche obskuren Liebesdienste schuldig geblieben gewesen sei. Der säumige Kunde wurde nach Pforzheim gelockt. Während sich Judith mit ihm unterhielt, stürmten die drei Männer den Wagen. René schwang sich, mit einem Brecheisen bewaffnet, auf den Beifahrersitz, Sebastian, ausgerüstet mit einem Baseballschläger, und Norbert postierten sich rechts und links vom Auto. Der Mann zahlte, was er schuldig war, erstattete aber am darauffolgenden Tag Anzeige.
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