Publikum wird Zeuge einer Tragödie

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Das Schauspiel „Verbrennungen“ ist keine leicht verdauliche Theaterkost – Zeitgeschichte aus einer persönlichen Perspektive

Ein Stück, das aus den Spielplänen der großen Theater nicht mehr wegzudenken ist, hat auch das Publikum in Mühlacker intensiv berührt: Das Schauspiel „Verbrennungen“ von Autor Wajdi Mouawad handelt vom Bürgerkrieg und besitzt durch die Ereignisse in Syrien eine erschütternde Aktualität.

Ein Theaterstück , das aufwühlt: „Verbrennungen“ thematisiert das Thema Bürgerkrieg. Das Geheimnis der Tragik der handelnden Personen lüftet sich erst nach und nach.Foto: Stahlfeld

Ein Theaterstück , das aufwühlt: „Verbrennungen“ thematisiert das Thema Bürgerkrieg. Das Geheimnis der Tragik der handelnden Personen lüftet sich erst nach und nach.Foto: Stahlfeld

Mühlacker. Rund 250 Besucher sahen im großen Saal des Mühlehofs ein nicht leicht zu verdauendes Stück. Wajdi Mouawads „Verbrennungen“ beleuchtet, ohne dass es im Stück ausdrücklich genannt wird, den libanesischen Bürgerkrieg nach 1975. Nawal (Kristine Walther, Astrid Gorvin) wurde damals Opfer barbarischer Übergriffe. Sie flüchtet ins Ausland und verbringt dort ihre letzten fünf Lebensjahre schweigend, traumatisiert durch persönliche Erkenntnisse, die sie während eines Kriegsverbrecherprozesses gewann. Mit ihrem Tod stellt sie ihre Kinder, die Zwillinge Jeanne (Iris Boss) und Simon (Ulf Schmitt), vor die Aufgabe, dieses Trauma zu ergründen und damit gleichsam die eigene Familiengeschichte bis in ihre dunkelsten Winkel zurückzuverfolgen. Sie sollen ihren Bruder und ihren Vater suchen.

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