Psychisch kranke Frau terrorisiert Nachbarn

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Letzte Chance: 57-Jährige zeigt Therapiebereitschaft

Pforzheim. Seit die Angeklagte ihre Nachbarn zu Feindbildern ihrer paranoiden Schizophrenie gemacht hat, leiden diese unter heftigen Attacken. Die Auswärtige Große Strafkammer des Landgerichtes Karlsruhe in Pforzheim hat deshalb eine Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet, räumt der Angeklagten aber zuvor die Chance ein, sich stattdessen als einsichtige Patientin bei einer ambulanten Therapie zu bewähren.

Wenn die Angeklagte einen ihrer Schübe hatte, mussten die Nachbarn sich in Acht nehmen. Besonders schlimm wurde es im Jahr 2019. Beleidigungen, Müllentsorgung auf Nachbars Grundstück, Stein-Wurf auf den Pkw bis hin zum Gehstock-Angriff und Wäscheständer-Schwinger aus dem Obergeschoss machten das Leben der Opfer zur Hölle. Versuchte gefährliche Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung – Tatbestände, bei denen Angeklagte schnell an einer Gefängnisstrafe kratzen, wenn sie sich ihrer Schuld bewusst sein können. Genau an diesem Bewusstsein mangelt es der 57-Jährigen, die fast alle Vorwürfe weit von sich weist und sich als Opfer von Anfeindungen sieht. Der Gutachter konnte eine Schuldunfähigkeit nicht ausschließen. Über Jahre hinweg habe die 57-Jährige eine paranoide Schizophrenie entwickelt. Dass sie sich auch schnell wieder im Griff haben kann, hat sie im vergangenen Jahr gezeigt. Dreimal wurde sie nach einem Polizeieinsatz in die Psychiatrie gebracht, zweimal durfte sie nach wenigen Tagen wieder gehen.

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