Preisverleihung bietet besonderen Spaßfaktor
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Könner der baden-württembergischen Kleinkunst-Szene geben sich im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld ein Stelldichein
Pforzheim. Die leise Häme hätte er sich sparen können. Dass der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg laut Andi Kraus („Eure Mütter“) in der „schönsten Stadt“ verliehen wird, in der er seinen „ersten Vollrausch“ hatte, zeigt nur die enge Verbundenheit der Szene mit Pforzheim. Im dortigen Kulturhaus Osterfeld – der „Heimat der kreativen Reisenden“, wie Leiterin Maria Ochs ihr Haus nennt – sind die Ausgezeichneten keine Unbekannten, und mit der Preisverleihung kann das Haus, das mit einem knappen Budget kalkulieren muss, sein Image zusätzlich aufpolieren. Damit man hier, wie Maria Ochs sagt, noch „lange etwas zu lachen hat“.
Gruppenbild mit Kleinkunstpreis auf der Bühne des Kulturhauses Osterfeld. Foto: Roth
Das hat man an diesem Abend in der Tat, denn die Festreden halten sich zeitlich in Grenzen, und die Preisträger – Tino Bomelino (Förderpreis), Martin Herrmann, das Chaostheater Oropax, Habbe & Meik sowie Ehrenpreisträger Harald Hurst – haben genügend Raum, um dem Publikum zu zeigen, dass sie ihres Preises würdig sind. Gut angelegt sehen auch die Ehrengäste das Geld, das den Künstlern zukommt. Und das gilt erst recht für den ehemaligen Musikschulinhaber Georg Wacker, der an diesem Abend als Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto-Gesellschaft den Ehrenpreis an den Karlsruher Mundartdichter Harald Hurst überreicht, den „baden-württembergischen Loriot“, wie er an diesem Abend genannt wird.
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