Polizeichef: „Wir müssen nachjustieren“
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Der Präsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe, Günther Freisleben, sieht bei der Reform Nachbesserungsbedarf
Geballtes Know-how in den Polizeipräsidien, aber teils zu lange Wege zu Einsätzen – eineinhalb Jahre nach der Polizeireform fordert der Chef des größten Präsidiums im Land Nachbesserungen.
Auch wenn der Karlsruher Polizeichef Freisleben nach der großen Reform Optimierungsbedarf feststellt, sieht er seine Truppe bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität allen Unkenrufen zum Trotz gut aufgestellt. Es seien in der Fläche ausreichend Beamte präsent. Foto: Disselhoff
Karlsruhe/Enzkreis (dpa/lsw/pm). Die Sicherheit im Land hat unter der Polizeireform nach Einschätzung des Karlsruher Polizeipräsidenten Günther Freisleben nicht gelitten, dennoch sieht er Nachbesserungsbedarf. „Wir müssen nachjustieren“, sagte er. Der 58-jährige gelernte Polizist und Jurist sieht die Präsidien im Land vor einem schwierigen Balanceakt: „Wie viel Spezialwissen brauchen wir, wie viel Nähe?“ Freisleben fände es beispielsweise sinnvoll, Beamte des Verkehrsunfallaufnahmedienstes näher an Unfallschwerpunkten zu stationieren. Auch müsse man über Änderungen beim Kriminaldauerdienst nachdenken, um im Notfall auf dem Land schnell präsent zu sein. Der Kriminaldauerdienst ist die Einheit der Kriminalpolizei, die rund um die Uhr für Verbrechen wie Mord und schwerer Raub verfügbar ist. Zudem gibt es etwa auch Polizeireviere im Land, die ebenfalls 24 Stunden lang besetzt und über die Telefonnummer 110 erreichbar sind.
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