Polizei muss vor 340 PS kapitulieren

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Fluchtauto hängt gleich elf Streifen ab

Neuenbürg (md). Die Polizei hat eine heiße Spur vom Fahrer des 5er BMW, dem es mit seinem hochmotorisierten Fahrzeug im Bereich Neuenbürg gelungen war, gleich elf Streifen abzuschütteln (wir berichteten). Die Beamten hatten bei der Verfolgungsfahrt von Beginn an schlechte Karten, weil der Mann zum Auftakt seiner waghalsigen Flucht ein Überholmanöver riskierte, bei dem er mehrere Fußgänger gefährdete. „Die Polizeibeamten wollten niemanden gefährden, deshalb war der Abstand zum BMW von vornherein recht groß“, teilt Pressesprecher Frank Otruba vom Karlsruher Polizeipräsidium auf Nachfrage mit. Außerdem hätten sich die Beamten am Ende auch selbst schützen müssen. Sogar eine von der Polizei eingerichtete Kontrollstelle auf Höhe des Neuenbürger Friedhofs hatte den BMW-Fahrer nicht aufhalten können. Nagelbrettartige Klappvorrichtungen, die die Polizei mit einem Handwurf unter Autoreifen werfen kann, um Fluchtfahrer auszubremsen, konnten nicht genutzt werden, weil der Mann mit seinem BMW schlicht zu schnell unterwegs gewesen war. Den Mann mit gezielten Schüssen auf die Autoreifen zu stoppen, kam für die Beamten wegen der möglichen Gefährdung Dritter nicht infrage. „Für den Schusswaffengebrauch gelten besondere Anforderungen. Wegen des Risikos, unbeteiligte Menschen zu gefährden, halten wir uns diesbezüglich eher zurück.“

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