Poetische Lieder als Waffe gegen Parolen
Archiv
Liedermacher Konstantin Wecker bietet beim „Vaihinger Kultursommer“ ein beeindruckendes und bewegendes Selbstporträt
Poesie ist Widerstand, weil sie den Geist beflügelt, anstatt ihn – wie Parolen – einzuengen. Diese These hat Konstantin Wecker, als Liedermacher und Freigeist Vertreter einer aussterbenden Art, beim gefeierten Konzert im Rahmen des Vaihinger Kultursommers eindrucksvoll unterstrichen. Angepasst ist anders.
70 Jahre jung, kraftvoll und überzeugt wie eh und je: Konstantin Wecker zieht beim ausverkauften Konzert am Vaihinger Enzufer das Publikum in seinen Bann. Foto: Disselhoff
Vaihingen. Schmäler ist er geworden, und wer sich noch an das Kraftbündel früherer Jahre – wie 1987 bei seinem Auftritt im Mühlacker Mühlehof – erinnert, schaut zweimal hin. Wenige Wochen nach seinem 70. Geburtstag Anfang Juni könnten ihn jene, die ihn weniger gut kennen, für einen netten, gesetzten, älteren Herrn halten; so lange, bis er in die Tasten greift und zum ersten Mal die Stimme erhebt gegen Engstirnigkeit und Blasiertheit, gegen Intoleranz, Gewalt und Gedankenkontrolle.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen