Plan gegen Lärm nimmt weitere Hürde
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Lärmaktionsplan als Papiertiger? Das kommt aufs Landratsamt an
Maulbronn (md). Der Maulbronner Gemeinderat hat mit einer breiten Mehrheit den Entwurf des Lärmaktionsplans beschlossen. Im selben Atemzug meldeten einige Stadträte erhebliche Zweifel am Sinn des Planwerks an, das im Wesentlichen eine Tempobremse von 50 auf 30 km/h auf einem Abschnitt der Frankfurter Straße in der Kernstadt vorsieht.
Hinsichtlich des Verhältnisses von Aufwand und Ertrag erinnere der Plan ein wenig an Shakespeares Stück „Viel Lärm um nichts“, sagte Bürgermeister Andreas Felchle scherzhaft. Hans-Peter Lehner (CDU) konnte bei dem Thema nicht lachen und kritisierte: „Wir kriegen den Auftrag, das zu machen, und dann geht das Ganze zurück auf eine höhere Ebene, die dann eine Entscheidung trifft.“ Indirekt sprach Lehner damit das Landratsamt Enzkreis an, dessen Verantwortliche bei der Ratsdebatte nicht gut wegkamen. Zu restriktiv gingen die Fachleute der Verkehrsbehörde mit Vorstößen für Tempolimits auf Ortsdurchfahrten um, so die Meinung nicht nur von Lehner. Der Bürgermeister dazu: „Der Enzkreis macht’s kompliziert, jeder, der durch den Landkreis Heilbronn fährt, sieht, dass es auch anders geht.“ Er werde diesbezüglich an den Landrat herantreten, kündigte Felchle an. Friedrich Luz von der Bürgerlichen Wählervereinigung missfiel, dass die Ostumfahrung als Option nicht im Plan enthalten ist, und kritisierte, dass der Bürger „von der Politik mit Samthandschuhen angefasst“ werde. Was nütze ein Lärmplan, solange Chopper und getunte Autos Krach machen dürften.
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