Pläne in stürmischen Zeiten
Archiv
Räte befassen sich mit der Frage, welchen Zielen der Wald in den nächsten zehn Jahren dienen soll
Knittlingen. „Über allen Gipfeln ist Ruh. In allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch“, schrieb der große Goethe – und irrte sich. Denn von Ruhe träumt der Wald in Zeiten von Orkanen wie „Sabine“. Und auch diejenigen, die Wald besitzen, können sich nicht entspannt zurücklehnen. Die Stadt Knittlingen als Eigentümerin befasst sich jetzt intensiv mit den Zielen der kommenden Dekade. „Forsteinrichtung“ heißt der Plan, der binnen etwa eines Jahres ausformuliert und beschlossen werden soll. Mit grundlegenden Informationen versorgte der Leiter des Enzkreis-Forstamts, Frieder Kurtz, am Dienstagabend zum Auftakt des Prozesses die Mitglieder des Gemeinderats. Unter anderem schickte er voraus, dass sich – und dies sei durchaus ungewöhnlich – auf der Knittlinger Gemarkung fast ausschließlich Kommunalwald befinde.
„Es geht darum, dass Waldbesitzer und Forstverwaltung gemeinsam festlegen, welche Ziele sie in den kommenden zehn Jahren verfolgen“, sagte Kurtz. Der Forsteinrichtungsplan sei das zentrale Steuerungsinstrument für die Bewirtschaftung des Forstes. Dabei gehe es darum, nachhaltig vorzugehen und die Aspekte Ökologie, Ökonomie und Soziales unter einen Hut zu bekommen. „Das ist immer die Suche nach einem Kompromiss“, betonte der Forstamtschef. Ziel sei es, vielfältige, stabile Wälder zu entwickeln, geeignete Verjüngungsverfahren einzusetzen und zur Vermeidung von Schäden eine wald- und wildgerechte Jagd zu betreiben.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen