Pionierarbeit made in Dürrmenz
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Ein neues Buch beleuchtet das Werk des Theologen Immanuel David Mauchart, der die empirische Psychologie vorangebracht hat
Sigmund Freud hat auf dem Gebiet der Tiefenpsychologie Bahnbrechendes geleistet und ist weltberühmt geworden. Dabei gab es, wie in einem neuen Buch nachzulesen ist, lange vor ihm Seelenkundler mit innovativen Ansätzen: Immanuel David Mauchart zum Beispiel, der auch in Dürrmenz wirkte.
Von Dürrmenz aus schickte der damalige Vikar Mauchart seine Berichte nach Berlin. Das Gemälde aus dem Jahr 1764 zeigt den Ort vom Plattenwald aus. Foto: Stadtarchiv Mühlacker
Mühlacker. Wir schreiben das Jahr 1788. Ein junger Theologe, der sich nicht nur als Seelsorger, sondern auch als Erforscher der Seelen betätigt, wendet sich an die „Hochzuverehrenden Herren“ rund um Karl Philipp Moritz in Berlin, die dort mit ihrem neuartigen psychologischen Fachmagazin Pionierarbeit leisten. Er widmet ihnen von seinem Wohn- und Arbeitsort Dürrmenz aus einen „Anhang zu den sechs ersten Bänden des Magazins zur Erfahrungsseelenkunde“. Zugegebenermaßen: Der Titel ist etwas sperrig. Nichtsdestotrotz sind die Schilderungen des 1764 geborenen Immanuel David Mauchart beachtens- und lesenswert. Das findet auch der Nürtinger Historiker Dr. Peter Sindlinger, der über Mauchart promoviert hat und sich in der Region unter anderem mit einer Veröffentlichung über den Mühlhäuser Amoklauf von 1913 einen Namen gemacht hat. In seinem Verlag ist nun ein Abdruck des Mauchart’schen Sendschreibens erschienen. Editiert und mit einem Nachwort versehen wurde es von der an der Universität in Glasgow tätigen Wissenschaftlerin Dr. Sheila Dickson.
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