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Rechtsaußen: Pforzheim und der Enzkreis bleiben Hochburgen der AfD

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„Wer das Phänomen ,AfD‘ verstehen will, muss nach Pforzheim fahren“, hat die Stuttgarter Zeitung ihren Lesern vor etwas mehr als zwei Wochen geraten: bundesweit bestes Ergebnis bei der Europawahl 2014 und das höchste Ergebnis bei der Landtagswahl 2016, mit dem Bernd Grimmer das Direktmandat geholt hat. Auch bei der Bundestagswahl haben die Rechtspopulisten im Wahlkreis 279, zu dem neben der Stadt Pforzheim auch der Enzkreis gehört, mit 16,3 Prozent der Zweitstimmen ihr landesweit zweitbestes Ergebnis geholt. Nur im Wahlkreis Heilbronn hat die AfD mit 16,4 Prozent etwas besser abgeschnitten. In Pforzheim kommt die AfD sogar auf 19,3 Prozent und löst damit die SPD als zweitstärkste Kraft ab. Auf diesen braunen Glanz im Jubeljahr der Goldstadt kann der neue OB Peter Boch gut verzichten. „AfD-Bastion“ ist ein Markenzeichen, das zwar mediale Aufmerksamkeit beschert, aber eben nicht die Aufmerksamkeit, die die Stadt sich wünscht. Allerdings hat Boch es auch versäumt, klare Kante gegen die AfD zu zeigen, die im CongressCentrum ihre zentrale Wahlkampfkundgebung abhalten durfte. Und der Aufforderung der Initiative gegen Rechts, die gegen das Spektakel demonstriert hat, sich an die Seite der Demokraten zu stellen, ist Boch auch nicht nachgekommen. Vielleicht will er der Oberbürgermeister für alle Pforzheimer sein – und dazu gehören auch die AfD-Wähler.

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