Pflegerin fälscht Unterschrift und fleht um Milde

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57-Jährige versucht, 167000 Euro vom Konto ihres Partners, den sie pflegt, ihrer Tochter in Polen zu überweisen

Maulbronn. Sie liebe den schwer kranken Mann, den sie pflege und in dessen Haus sie kostenlos wohnen dürfe, versicherte eine 57-jährige Altenpflegerin dem Maulbronner Amtsgerichtsdirektor Dr. Bernd Lindner. Die Hochzeit sei schon geplant. Allerdings hat sie auch versucht, ihren Lebenspartner um 167000 Euro zu erleichtern. Im Juli 2019 hat sie die Unterschrift ihres Verlobten auf zwei Überweisungsträgern der Sparkasse gefälscht, um von dessen Konto ihrer Tochter, die in Polen lebt, einmal 105000 Euro und einmal 62000 Euro zukommen zu lassen. Die Manipulation fiel den Sparkassen-Mitarbeitern allerdings auf.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau Urkundenfälschung vor. Den Strafbefehl über 180 Tagessätze à 35 Euro wollte sie jedoch nicht akzeptieren. In einem Brief an Richter Lindner schreibt sie: „Mir ist bewusst, dass ich die Tat begangen habe und bestraft werden muss. Ich bitte nur darum, die Strafe zu reduzieren.“

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