Pfarrer erkundet Tiefen der schwäbischen Seele

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Jürgen Kaiser amüsiert mit launigen Betrachtungen des knappen Kommunikations- und strengen Wertesystems seiner Landsleute

Wiernsheim. „Dätsch du mi möge, für den Fall, dass i di au möge dät?“ Kreativ umkurvt ein echter Schwabe die direkte Frage an seine Angebetete, ob sie gewillt ist, ihn zu ehelichen. Doch warum sind wir so, wie wir sind? Warum gilt der Schwabe als misstrauisch, maulfaul und als jemand, der zum Lachen in den Keller geht? Eine humoristische Betrachtung der schwäbischen Mentalität hat Jürgen Kaiser im Gemeindehaus von Wiernsheim gegeben.

Jügren Kaiser geht im Gemeindehaus dem Wesen der Schwaben auf den Grund. Foto: Appich

Jügren Kaiser geht im Gemeindehaus dem Wesen der Schwaben auf den Grund. Foto: Appich

Im Rahmen der offenen Nachmittage des evangelischen Bildungswerks analysierte der Pfarrer und Geschäftsführer des evangelischen Medienhauses die „Medele“ seiner Landsleute. „Die Schwaben galten einmal als das lustigste Volk in Deutschland“, sagt Kaiser. Doch „schlagartig hat dr Schwob nix meh gschwätzt“. Eine Ursache dafür, dass der „saumäßig gscheite und saumäßig arme Schwob“ in der Nachreformationszeit misstrauisch gegen alles und jeden wurde, er nach innen weint und „sich sei Sach oifach denkt“ liege auch in der Person des frommen Herzogs Ludwig, der 1607 der Idee verfiel, seine Untertanen müssten alles umsetzen, was sonntags der Pfarrer von der Kanzel predigte. „Ein Wunschtraum aller Pfarrer bis heute.“

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