Pechvogel akzeptiert Strafe
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Fatale Verbindung von Benzin und Akkuschrauber verursacht Feuer
Maulbronn. Einen Schaden von rund 180000 Euro hat ein Feuer angerichtet, gegen dessen Verursacher gestern im Amtsgericht Maulbronn verhandelt wurde. Der Angeklagte ließ sich von Verteidiger Uwe Oehler vertreten, der nach der Verlesung der Anklageschrift den Einspruch gegen den Strafbefehl zurückzog. Am 7. September hatte der Angeklagte in einer Autowerkstatt ein Loch in den Tank eines Pkw gebohrt. Der Mann wollte den auslaufenden Kraftstoff in einem Kanister auffangen. Dabei ließ er, so Anklagevertreter Marco Maier, die notwendige Sorgfalt außer Acht. Als er dann noch mit einem Akkuschrauber hantierte, entzündeten sich die Benzindämpfe, und die Werkstatt brannte aus.
Vor Gericht musste sich der Mann wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten. Allein der Eigenschaden, gegen den der Angeklagte nicht versichert war, betrage rund 80000 Euro, so Oehler. Doch der Vertreter der Anklage ließ sich „wegen des hohen Fremdschadens“ nicht auf eine Einstellung des Verfahrens ein. Die im Strafbefehl angebotenen 18 Monate Bewährungsstrafe und eine Verwarnung von 1200 Euro sah Amtsgerichtsdirektor Dr. Bernd Lindner als moderat an. Dass der Angeklagte ohne Absicht gehandelt habe, werde im Strafbefehl bereits berücksichtigt.
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